Jahresbericht 2006 Kommission für Höhlen- und Karstschutz
Jahresbericht für 2006 der Kommission für
Höhlen- und Karstschutz der SGH
Jahresbericht 2006 der Kommission für
Höhlen- und Karstschutz
Die Höhlen- und Karstschutzkommission hat ein bewegtes 2006 hinter sich.
Zum einen wurden viele permanente Aufgaben wahrgenommen, darunter diverse kleinere
und grössere Höhlenputzaktionen und Höhlenkontrollbesuche. Dafür
wurden von vielen Höhlenforschern aus den unterschiedlichsten Regionen
der Schweiz viele Stunden aufgebracht und ich möchte allen Beteiligten
für ihr grosses Engagement danken.
Ein weiterer Dauerbrenner ist die Aufstockung unserer Kommission, sie besteht
zurzeit aus 11 Regionalleitern, dem Präsidenten und dem Sekretariat. Mirjam
Widmer hat im letzten Jahr als neue Regionalverantwortliche für die Kantone
ZH, ZG, TG, SH ihre Arbeit aufgenommen und ersetzt Thomas Schalch. Somit deckt
die Kommission den Grossteil der höhlenrelevanten Gebiete der Schweiz mit
Regionalleitern ab. Für die Regionen Tessin und Graubünden konnten
bisher leider noch keine Regionalleiter gefunden werden, Bemühungen hierfür
sind jedoch weiterhin im Gange.
Die Kommission trifft sich einmal im Jahr zu einer gemeinsamen, franco-allemannischen
Sitzung. Zudem werden jeweils zwei weitere Sitzung für die französische
und die deutsche Schweiz durchgeführt. Zudem erfolgten zwei weitere Sitzungen
mit Vertretern der Kommission für Dokumentation. Wir wollen die Zusammenarbeit
intensivieren, zudem stellt uns die Kommission für Dokumentation geeignete
Informatikinstrumente zur Verwaltung und Dokumentation unserer Aktivitäten
rund um den Höhlen- und Karstschutz zur Verfügung. Ich bin überzeugt,
dass eine gute Datenbank ein wichtiges Hilfsmittel zur Koordination unserer
Tätigkeiten ist, umso besser, wenn sie in direktem Kontakt zur Höhlendatenbank
der Schweiz steht.
Ein
Workshop zusammen mit der Kommission für Dokumentation hat
während des Herbstreffens stattgefunden. Das Herbsttreffen 2006 stand ganz
unter dem Motto Höhlenschutz, es wurde vom SISKA in Zusammenarbeit mit
der Kommission für Höhlen- und Karstschutz organisiert. Es fand am
Wochenende vom 30.9. / 1.10. auf dem Chasseral statt. Die Beteiligung seitens
der Höhlenforscher war leider sehr bescheiden, lag es vielleicht daran,
dass wir anstelle von Exkursionen harte Arbeit bei einer Höhlenputzaktion
geboten haben? Ich fand es sehr eindrücklich. Mit dabei waren auch zwei
Journalistinnen vom Beobachter, die diese Höhlenputzaktion ausführlich
reportierten. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit war die Kommission, vorwiegend
vertreten durch das SISKA, im letzten Jahr sehr aktiv, so konnten einige Artikel
in verschiedenen Zeitschriften untergebracht werden.
Zwischen dem Präsidenten und dem Sekretär finden monatliche Sitzungen
statt. Sie widmen sich den laufenden Geschäften. Der Sekretär und
mit ihm das SISKA übernehmen sehr viele Aufgaben im Bereich des Höhlen-
und Karstschutzes. In den Zweiersitzungen wird dann diskutiert, welche nächsten
Schritte in den aktuellen Projekten zu unternehmen und welche Personen beizuziehen
sind. Die Zusammenarbeit ist sehr gut.
Zwei grössere Projekte hielten uns im letzten Jahr auf Trab. Einerseits
beschäftigte uns die Aktualisierung der Höhlenobjekte der Liste der
Geotope von nationaler Bedeutung. Dieses Projekt für die SANW konnte weitgehend
abgeschlossen werden. Das Projekt
Höhlenschutztafel, das uns während den letzten Jahren beschäftigt
hat, konnte weitgehend verwirklicht werden. Eine neue Höhlenschutztafel
ist bereits existent, sie wurde in intensivem Austausch mit Pro Natura verwirklicht.
Ich möchte allen Beteiligten für Ihren Einsatz im vergangenen Jahr
herzlich danken, sei dies in einer lokalen Höhenschutzgruppe, in der Kommission,
im SISKA oder jedem Höhlenforscher, der sich für die Erhaltung der
Höhlen und deren Umwelt eingesetzt hat. Die ausführlichen Jahresberichte
aus den Regionen können in Kürze auf der Internetseite der SGH und
der Kommission eingesehen werden. Es wird hier jedermann empfohlen, diese Seiten
zu konsultieren.
Als Schwergewichte für das laufende Jahr (2007) möchten wir unseren
Webauftritt überdenken und allenfalls verbessern. Ein weiteres Ziel ist
der Ausbau und die Auffrischung von Kontakten zu Kantonsbehörden und NGO’s.
Zudem suchen wir laufend Personen für die Kommission, die Gruppe vervollständigen
und ausbauen sind weitere Ziele fürs 2007. Gleichzeitig möchte ich
jedermann ermuntern, auch in diesem Jahr mitzuhelfen, sei es auf der Forschungstour
oder sonst wie.
Für den Jahresbericht Fribourg, den 14. Februar 2007