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Berichte der Regionalgruppen für das Jahr 2002 Kommission für Höhlen- und Karstschutz

Berichte der Regionalgruppen für das Jahr 2002

Neuenburg
Waadt
Wallis
Bern
Jura / Berner Jura
Obwald / Nidwald / Uri
Luzern
Zoug / Zürich / Thurgau / Schaffhausen
Glarus / Schwyz / St-Gallen / Appenzell
Tessin
Freiburg
Solothurn / Aargau / Basel
Graubünden

Neuenburg

Diese Regionalgruppe hat sich mehrerer kleiner Übergriffe auf Karstobjekte angenommen (Einrichten von Höhleneingängen, Installieren von Langzeitmessgeräten unter der Erde). Eine Zusammenarbeit mit der Stadt La Chaux-de-Fonds und dem Kanton wird derzeit aufgebaut um eine grossangelegte Sensibilisierungsaktion bei den Landwirten zu starten, damit das unerlaubte und praktisch systematische Auffüllen von Dolinen verhindert wird. In diesem Rahmen ist auch eine gekoppelte Sanierung einer Höhle und einer Doline vorgesehen. Zwei weitere sehr umfangreiche Sanierungen von Höhlen werden derzeit vorbereitet. Die Unterlagen sind bereit, die notwendigen Kontakte geknüpft und die Finanzierung wird organisiert. Aus Budgetgründen können diese beiden Aktionen erst 2004 durchgeführt werden. Es soll hier vermerkt werden, dass die Besitzer in beiden Fällen den Grossteil der Kosten übernehmen. Schliesslich wurde ein kompletter Tätigkeitsbericht über die Arbeit der Regionalgruppe von 1999 bis 2001 verfasst. Innerhalb dieses Zeitraumes wurden sämtliche verschmutzten Höhlen des Kantons und auch solche mit Verdacht auf Verschmutzung neu dokumentiert.

Marie-Hélène Oppliger et Pierre-Yves Jeannin

Waadt

Aufbau der Gruppe

Anfang des Jahres 2002 wurde unter den Höhlenforschern ein Gruppenleiter gefunden. Von diesem Zeitpunkt an, und nach einer offenen Diskussion über die Aufgabenteilung der Gruppe und des SISKA, speziell im Bezug auf die laufenden Mandate innerhalb des Kantons, konnten eine positive Zusammenarbeit begonnen und konkrete Arbeiten in Angriff genommen werden. Die folgende Zusammenfassung stellt die gesamten Arbeiten der Höhlen- und Karstschutzgruppe Waadt vor und geht ganz klar über das hinaus, was bisher nur vom SISKA gemacht wurde.

Inventar der verschmutzten Höhlen

An fast 90 Gemeinden und Vereine wurde ein Fragebogen versandt, um die Liste der verschmutzten Objekte in Karstgebieten zu vervollständigen. Die Hilfsbereitschaft der verschiedenen angeschriebenen Personen und Gemeinden war sehr unterschiedlich. Eine Gemeinde hat uns 11 neue Objekte gemeldet, während andere (die sicher genauso viele „besitzen“) abschlägig oder gar nicht geantwortet haben! Alles in allem wurden etwa 20 neue Objekte aufgenommen und dokumentiert.
Dank einer Gruppe von motivierten Höhlenforschern war es möglich, die zahlreichen im 2001 erfassten, verschmutzten Karstobjekte zu aktualisieren. Tatsächlich haben mehrere Personen die Objekte kürzlich oder im Laufe des Jahres besucht. Einige Objekte, die nur geringfügig verschmutzt waren, wurden sogar sofort gereinigt.
Von den insgesamt 162 verzeichneten Objekten wurden etwa 20 ausgewählt, für die im Hinblick auf eine spätere Sanierung eine detaillierte Dokumentation zusammengestellt wird. Jedes Objekt wurde also besucht und genauestens dokumentiert. Die Zusammenarbeit zwischen den Höhlenforschern der Gruppe Waadt und dem SISKA, welches die Redaktion der Synthese und des Schlussberichtes übernommen hat, funktionierte unserer Ansicht nach sehr gut. Der Zustand der waadtländischen Höhlen ist nun bestens bekannt und diese Kenntnis ermöglicht die Planung von Sanierungsmassnahmen in einem klar abgesteckten Rahmen.

Sanierungen

Im Juni wurde eine Sanierung auf dem Gemeindegebiet von Mollens unter Beteiligung des Kantons und der Gemeinde organisiert. Die örtliche Bevölkerung legte mit Hand an und half, dem Objekt wieder ein akzeptables Aussehen zu geben. Bemerkenswert ist, dass die Gemeinde von Ste-Croix spontan die Sanierung einer kleinen Höhle in der Region von Chasseron unter Mitarbeit der Arme und einiger Höhlenforscher organisiert hat. Wir sehen an diesem Beispiel, dass unsere Arbeit und die Sensibilisierungsaktionen nach und nach Früchte tragen.
Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit wäre neben den Kontakten zu den Kantonalbehörden auch die Fertigung von Schildern über den Karst und die Höhlenforschung für den Parc Jurassien vaudois (Marchairuz) und für die Reinigungsaktion in Mollens zu erwähnen.
Schliesslich wurde Anfang Jahr der erste Entwurf einer Liste über die Geotope von regionaler Bedeutung begonnen, die jedoch wegen der zahlreichen anderen Arbeiten etwas vernachlässigt wurde.

Christian Pauli

Wallis

Ende 2001 einigte man sich auf die Gründung einer Regionalgruppe für den Karstschutz. Obwohl sich die Gruppe offiziell nur sehr zaghaft formiert, sind verschiedene Walliser Höhlenforscher sehr aktiv geworden, besonders seit die Grotte de la Crête de Vaas von der teilweisen Zerstörung bedroht ist (Geotop von nationaler Bedeutung). Deshalb wurden regelmässige Kontakte zwischen den Höhlenforschern, dem SISKA und in gewissem Masse auch den Kantonalbehörden aufgenommen. Da unsere Forderungen nicht wirklich berücksichtigt wurden, haben wir im Laufe des Herbstes Einsprache zum zukünftigen Zonenplan zur Erweiterung der Grube eingereicht. Dieses Verfahren wurde gemeinsam vom SISKA, den Walliser Höhlenforschern und dem SGH-Vorstand angestrengt. Das Vorgehen scheint wirksam zu sein, den kurz vor Weihnachten nahm der Grubenbesitzer wieder mit uns Kontakt auf. Fortsetzung folgt.

Mit einem Mitarbeiter des Kurt Bösch Institutes der Universität Sitten, der für die Erstellung des Konzeptes zur Ausscheidung der Geotope im Wallis verantwortlich ist, konnten wir bisher informellen Kontakt aufnehmen.

Pascal Tacchini

Bern

Nach einer Sitzung im Frühjahr wurde beschlossen, die Gruppen Bern und Luzern, die bisher zusammengefasst waren, zu trennen. Die Berner Höhlenforscher wünschten, dass das SISKA die Koordination der Gruppe übernimmt. Ohne finanzielle Mittel hat sich die Arbeit bisher auf die Erstellung einer Liste von interessierten Personen beschränkt. Einige gezielten Fragen zu einer Sanierung in der Region des Sägistal (südlich des Brienzer Sees) wurden geklärt und mit dem Kanton wurde Kontakt aufgenommen zur Abschätzung einer Zusammenarbeit. Für 2003 öffnen sich einige Wege.

Die Arbeit der anderen Regionalgruppen der Kommission für Höhlen- und Karstschutz wurden weit unabhängiger vom SISKA durchgeführt. Wir verweisen den Leser auf die Homepage der SGH oder des SISKA, dort sind weitere Informationen zu finden. Wir möchten noch die Beteiligung des SISKA an der Organisation einer Reinigungsaktion im Kanton Zürich (Batzberghöhle) erwähnen. Ebenso unterstützten wir das Verfassen einer Kartei der Geotope von regionaler Bedeutung im Kanton .Im Besonderen wurde die zentrale Archivierung der bestehenden und in Bearbeitung befindlichen Geotopfichen für mehrere Kantone verbessert. (GR, SO, SZ, GL, SG, AR/AI).

Pierre-Yves Jeannin

Jura / Berner Jura

Im Frühjahr und Herbst wurden zwei Treffen der Gruppe organisiert. Die Gruppe wird hauptsächlich an der Ausarbeitung der Liste der regionalen Höhlengeotopen arbeiten. Die Liste ist komplett und muss nun noch dokumentiert werden. Sieben Objekte wurden in dieser Hinsicht besucht.
Das Kataster der verschmutzten Objekte des Kantons Jura wird derzeit realisiert und der Leiter der Gruppe ist aus beruflichen Gründen direkt an den Arbeiten beteiligt. In diesem Projekt wird der Aspekt Dolinen und verschmutzte Höhlen allerdings nur am Rande behandelt. Eine Sensibilisierung der Behörden läuft und trägt langsam ihre Früchte. Während drei Befahrungen wurden einige Überwachungskarten ausgefüllt, auf denen auch die Zusammensetzung der Abfälle einiger Objekte notiert wurde.
Die Gruppe hat im Laufe des Jahres eine Stellungnahme abgegeben um gegen den Bau einer Via Ferrata in der Region von Moutier zu protestieren.

Pierre-Xavier Meury

Obwald / Nidwald / Uri

Obwald

Ein Meilenstein in der Schweizer Höhlenforschung ist die Gründung der Stiftung Naturerbe Karst und Höhlen Obwalden (NeKO). Es ist das erste Mal, dass Höhlenforscher, Wissenschaft, Kantonsbehörden, Kommunalbehörden und Grundstückbesitzer an einem Strick ziehen und sich gemeinsam aktiv am Karst- und Höhlenschutz beteiligen – und dies flächendeckend für einen ganzen Kanton. Das Vorhaben wurde vom BUWAL stark gefördert und unterstützt. Oberstes Ziel der NeKO ist der Schutz der Karst- und Höhlenwelt. In diesem Sinne hat sie sich für konkrete Problemlösungen bei Nutzungskonflikten einzusetzen. Zudem wird sie langfristig die schutzorientierte Karst- und Höhlenforschung in jeder Hinsicht unterstützen.
Zur NeKO-Gründung hin wurden im Sinne der breiten Informations- und Sensibiliserungsaufgabe die «Obwaldner Höhlenmakkaranoni» entwickelt. Es handelt sich um eine neue Teigwarenform, die den Höhlenmakkaronis zum Verwechseln ähnlich sind. An jeder Pastapakung ist ein ausführlicher Text, der über die Schutzwürdigkeit der Karst- und Höhlenwelt publikumswirksam angeheftet. Das Produkt wird ab Frühjahr 2003 in der ganzen Schweiz in die Verkaufsregale kommen.

Nidwald

Das Höhlenschutzjahr war geprägt von zwei herausragenden Ereignissen. Die Räumung der Schachthöhle Tritthölloch auf Niederbauen in Zusammenarbeit mit der Gebirgskampfschule Andermatt und der Gemeinde Emmetten, sowie der Färbversuch am Bürgenstock.
Am 29. Und 30 Juni 02 wurde in einer Grossaktion mit der Gebirgskampfschule Andermatt die 70 m tiefe Schachthöhle Tritthölloch ausgeräumt. Es wurde dabei mit modernsten Seilwinden des Militärs gearbeitet für den Transport des Materials und den Abtransport des sortierten Mülls stellte die Armee Helikopter zur Verfügung. Die fachgerechte Entsorgung des Mülls wurde durch die Gemeinde Emmetten sichergestellt. Die angehenden Bergführer konnten an Ort und Stelle in die Problematik des Höhlenschutzes eingewiesen werden. Da sie nachher selber im Dreck wühlen mussten blieb es für niemanden trockene Theorie. Es waren auch Vertreter des Kantons Nidwalden, der Gemeinde Emmetten und der Alpkooperation vor Ort und so konnten alle auf die besonderen Begebenheiten in Karstgebieten aufmerksam gemacht werden. Neue festegelllte Verschmutzungen wurden vom Gemeindevertrer aufgnommen und mit den Fehlbaren geregelt.

Am Bürgenstock wurde im Zusammenhang mit einer Maturaarbeit ein Färbversuch zum Nachweis der unterirdischen Karstentwässerung durchgeführt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fliessen in die gewässerschützerischen Massnahmen des Kantons Nidwalden und der Gemeinde Stansstad. Gleichzeitig wurde eine Ponorhöhle entrümpelt und etliches Altmetall fachgetrecht entsorgt. Mit den umliegenden Landwirten wurde das Gespräch gesucht und sie so auf die Problematik hingewiesen.

Es wurden div. Vorträge gehalten
12. April vor der Vereinigung Nidwaldner Wanderweg über die Problematik Höhlenschutz- Trekking-Wandern-Tourismus.
1. Juni vor der IG Bannalp über Anfälligkeit der Karstlandschaft gegeüber touristischer Übernutzung.
Ferienpssaktion mit der Nidwaldner Schuljugend unter besonderer Berücksichtigung des Höhlenschutzes

Unterwalden (Ob- und Nidwalden gemeinsam)

In beiden Halbkantonen wurden von der Höhlen-Gruppe Hergiswil (HGH) und Höhlenforscher-Gemeinschaft Trüssel (HGT) zum Teil in Gemeinschaftsveranstaltungen Medienarbeit geleistet, Vorträge gehalten und Exkursionen begleitet. Im 2003 wollen sich die HGH und HGT zu einem Verein zusammenschliessen, die Höhlenforscher-Gemeinschaft Unterwalden (HGU) heissen wird. Damit sollen die bereits bestehenden Kontakte und Beziehungsnetze zu kommunalen und kantonalen Behörden, Grundstückbesitzern und Institutionen weiter vertieft und langfristig verankert werden, was für die Belange des Karst- und Höhlenschutzes unerlässlich ist.
Besonderes Gewicht wurde auf die Fortsetzung der Karst- und Höhlen-Inventarisierungsarbeiten geleistet, vorweg in den beiden Kerngebieten Bannalp und Melchsee-Frutt, darüber hinaus aber auch in weiteren Unterwaldner Karstgebieten wie der Griessenkarst, hinteres Klein Melchtal, Giswiler Stöcke, Mueterschwandenberg und Pilatus. Dabei wurde u.a. auf die biologische Vielfalt und auf den aktuellen Verschmutzungsgrad geachtet.
In Form einer Arbeitsgemeinschaft zusammen mit einem Geologiebüro wurde die Problemlösung eines massiven Wassereinbruches beim Eisenbahntunnelbau nach Engelberg begleitet. Im Sinne des Karstschutzes samt seinen Quellen wurde kurzfristig ein Quellmonitoring aufgezogen und darauf hingewirkt, dass im Stollen das angefahrene Karstwasser wieder in die ursprünglichen unterirdischen Wege eingespiesen bzw. eingeleitet wird.

Uri

In einem Gespräch mit Vertretern der Koorporation Uri wurde ein grundsätzliches Interesse an Höhlenschutz festgestellt.
Für das Kataster der belasteten Standorte (KBS) wurden Daten über Höhlen in Seelisberg geliefert.

Hubi Blätter und Martin Trüssel

Luzern

Bei der Versammlung der Gemeinschaft Höhlenforschung Schrattenfluh, am Sonntag, 28. Juli 2002 wurden die folgenden Entscheide betroffen.
Eine neue Höhlenschutz-Arbeitsgruppe wurde im April 2002 auf Anfrage der HRH gegründet, verbunden mit der Trennung von der Berner Gruppe, da kein Verantwortlicher für Bern gefunden wurde; denn die Berner Gruppe ist zu gross und überdies war durch die Schaffung des Biosphärenreservats eine besondere Problematik entstanden.
Gegenwärtige Mitglieder der HR-LU: Jörg Enzmann, Catherine Perret, Bernard Plumat. Es wird überdies die Zusage weiterer interessierter Personen erwartet. Sébastien Rotzer ist nicht Mitglied, macht aber das GIS und die Pläne. Derzeitiger Verantwortlicher ist Roman Hapka.
Auch wenn es nicht sehr viele Leute in der HR-LU derzeit gibt, die Aktive Unterstützung der GHS Mitglieder (95 % der Höhlen des Kantons Luzern sind auf der Schrattenfluh) ist gesichert.

Danach haben sich die folgende Aktivitäten sattgefunden:
Pierre-Yves Jeannin (ISSKA) und Roman Hapka trafen sich im Juli 2002 mit dem Verantwortlichen für Geotope des Kantons Luzern (Amt für Naturschutz) (Protokoll verfügbar).
Biosphärenreservat: Bitte das ein Höhlenforscher in der „Arbeitsgruppe für die Schaffung eines Naturzentrums und kleinem Museum für Moor und Karst im Gasthaus Salwideli“ mitmacht. Erste Versammlung am 28. August 2002 in Schüpfheim. Roman Hapka geht hin. Reger Infoaustauch und erwähnen der Möglichkeiten (Protokoll verfügbar).
14. Oktober, Isska, La Chaux-de-Fonds, Sitzung Sébastien Rotzer, Pierre-Yves Jeannin, Roman Hapka : Ein Projekt für die Sanierung der Verschmutzten Höhlen der Schrattenfluh (ugf 10-12 Objekte) wird aufgebaut. Pierre-Yves wird mit dem Umweltschutzamt des Kanton Luzern Kontakt aufnehmen (Protokoll verfügbar).
Zweite Sitzung der Arbeitsgruppe Salwideli, 31 Okotober: Es geht auch um ein Schrattenpfad aufzubauen. In beiden Fälle (Museum und Schrattenpfad) ist beschlossen sehr Umweltfreudige Projekte aufzubauen (Protokoll verfügbar).

Roman Hapka

Zoug / Zürich / Thurgau / Schaffhousen

In verdankenswerter Weise hat sich letztes Jahr René Scherrer den letzten schaffhausischen Höhlen angenommen, in diesem Kanton sind nun sämtliche Höhlen besucht und protokolliert. Hans Ita und Hans Stünzi widmeten sich indessen einigen zürcherischen Höhlen, weitere 10 Höhlen bleiben in Zürich vorerst besuchenswert, bis die Erstaufnahme abgeschlossen ist.

Kanton
Thurgau
Zug
Schaffhausen
Zürich
Höhlen insgesamt
24
4
49
96
davon besucht
24
4
49

86

noch nicht besucht
0
0
0
10
Resultate
nicht mehr existent
3
0
4
18
Reinigung ausstehend
1
0
1
6
Reinigung ausgeführt
0
0
0
1

Tab.1: Resultate der Erstaufnahmen (Stand Ende 2002)

Bereits im letzten Jahresbericht erwähnt und verdankt wurde die Reinigungsaktion vom 19.1.02 in der Batzberghöhle. Ich möchte an dieser Stelle nochmals meinen herzlichen Dank an die Teilnehmer und dem Organisatoren Richard Graf aussprechen.
Richard Graf et René Scherrer ont eu des contacts avec les Travaux Publics du canton de Thurgovie afin de protéger ce qui restait d'une grotte dont la voûte s'est effondrée, créant un cratère au milieu d'une route.

Zur Vorschau:
Noch immer gibt es 10 Höhlen im Kanton Zürich, die auf einen Erstbesuch warten.
Einige kleinere Reinigungsaktionen im Kanton Schaffhausen und Thurgau sind durchzuführen. Da sich die Verunreinigungen in Grenzen halten und die Höhlen nicht gefährdet sind, ist die Dringlichkeit für die Erledigung dieser Reinigungsaktionen nicht gross.
Die Kontaktnahme mit den Kantonsbehörden in bezug auf Überwachung der Höhlen steht noch aus.

Oliver Hitz (AGS-Regensdor), responsable du groupe

Glarus / Schwytz / St-Gallen / Appenzell

Folgende Aktionen wurden im 2002 durchgeführt:

Von Februar bis März konnte die Höhlenausstellung in Innerthal (SZ) bestaunt werden, die von Richard Graf organisiert wurde. Alles klappte bestens und das Echo aus der einheimischen Bevölkerung war durchaus positiv sodass ich mit Sicherheit sagen kann, das diese Art von Öffentlichkeitsarbeit geschätzt wurde.

Am 30. Juni fand eine Höhlenputzaktion in der Atschahöhle bei Sargans statt. Merci an alle, die geholfen haben.

Am 12. Oktober wurde eine Führung für eine Pfadigruppe ins Seichbergloch realisiert. Die Gruppe bestand aus 10 Teilnehmern und zwei SGH-Mitgliedern herzlichen Dank an dieser Stelle an Fabrice Franz und Roland Lutz.

Im Forschungsgebiet der Gamsalp (AGS-Regensdorf) konnte über den Wildhüter des Kantons eine Klage gegen den Plisenälpler eingereicht werden. Dieser benutzt noch immer einen naheliegenden Schacht zur Abfallentsorgung. Mit einigem Verhandlungsgeschick erhoffen wir uns, dass wir als Höhlenforscher dem Älpler helfen können, seine Hinterlassenschaften zu räumen.

Weiter konnte das Inventar der für den Höhlenschutz besuchten Höhlen erweitert werden. René Scherrer protokollierte bei allen kontrollierten Höhlen deren Zustand, sodass zukünftige Reinigungsaktionen geplant werden können.

Grossen Dank gebührt auch Res Wildberger, der die Clubs bezüglich Geotopenausscheidung in den Ost- und Zentralschweizer Kantonen auf dem Laufenden hält, sowie für die Einbettung der Anliegen der Höhlenforscher in den entsprechenden Gremien sorgt. So konnten wir in den Kantonen Appenzell und St. Gallen eine Arbeitsgruppe bilden, welche in Zusammenarbeit mit den übergeordneten Gremien Höhlengeotope vorschlug und bearbeitete. Noch in Bearbeitung stehen die Kantone Schwyz und Glarus.

Simone Buchmann (OGH)

Tessin

Übernahme der Arbeit der Regionalgruppe durch den einzigen Höhlenforscherklub der Region (SGH-Tessin). Bei der ersten Sitzung mit den Kantonsbehörden wurden wir positiv aufgenommen, es wurde allerdings nichts konkretes beschlossen.

Freiburg

Bildung der Regionalgruppe und erste Kontakte zu den Kantonsbehörden. Bisher wurde die Arbeit im Gelände noch nicht aufgenommen.

Solothurn / Aargau / Basel

Es wurden Kontakte zu den Behörden des Kantons Solothurn aufgenommen. Allerdings kann mit der Arbeit in dieser Region erst begonnen werden, wenn sich eine Gruppe aktiver Höhlenforscher zusammengefunden haben wird.

Graubünden

Erste Kontakte wurden mit den Behörden des Kantons Graubünden aufgenommen. Die momentane Arbeit beschränkt sich auf die Gründung der Regionalgruppe. Wir müssen allerdings darauf hinweisen, dass es keinen, im Kanon ansässigen Höhlenforscherklub gibt, was die Gründung der Regionalgruppe nicht einfach macht. Es ist jedoch zu bemerken, dass auf Anfrage des Kantons 2000 die Ausscheidung der Höhlengeotope gemacht wurde. Ein bestimmtes Mass an Höhlenschutz besteht also doch bereits.







30.04.2004 11:40

 

 

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