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Karbidentwickler Ariane

Einmal etwas anders betrachtet
Text und Fotos: Hans Jta Wie gelangt das Gas durch den oberen Teil des Entwicklers und wie sind die Teile miteinander verbunden? Das interessiert mich schon lange, vor allem seit ich hörte, dass in diesem Teil das für die Karbidlampe wichtige Gas (Azetylen) entweichen kann.
Beim Studieren des schwarzen Dinges kam mir der Satz eines Lehrers aus meiner Schulzeit in den Sinn. „Wenn du wissen willst wie ein Wecker funktioniert, musst du ihn zerlegen und sein Innenleben studieren". Mag das wohl auch für Entwickler gelten?
Versuchen wir's:

1

 
Zuerst entferne ich die Wasserspndel (1) und den Boden (5) des Entwicklers, das bin ich mich ja vom Reinigen desjenigen gewohnt.
Da ich nicht weiss, wie das
andere zusammengesetzt ist, spanne ich den mittleren Teil (4) des Entwicklers in den Schraubstock und versuche mit sanfter Gewalt den oberen Teil (3) mit der grossen Rohrzange vom Mittelteil zu trennen. Irgendwie geht's, aber nicht ohne alles kaputt zu kriegen.
Bald merke ich, dass das Metallröhrchen (2), in dem das Gas durch den Wassertank zum Schlauch strömt, zuerst entfernt werden muss. Mit einer kleineren Zange packe ich das Röhrchen dort, wo der Schlauch angemacht war, drehe es hin und her und ziehe gleichzeitig daran. Es kommt tatsächlich raus. Als ich gemerkt habe, dass ich den Oberteil im Uhrzeigersinn drehen muss, kann ich die zwei Teile auch voneinander trennen. Zum Abdichten wurde das Gewinde mit einer Masse (möglicherweise Silikon-Kitt) angestrichen, damit das Gas nicht beim Gewinde entweichen kann.
Wozu das Ganze? Es kann vorkommen, dass Gas beim Gewinde zwischen dem oberen und Mittelteil entweicht. Das kann man mit Seifenwasser prüfen. Oder Gas entweicht in den Wassertank, weil die Führung des Metallröhrchens (rechts von 4) undicht oder abgebrochen ist.
Achtung! Durch den Wassertank blubberndes Gas, kann es auch bei Überdruck im unteren Teil (Azetylenentwicklung) geben. Dann entweicht das Gas entlang der Spindel (1) in den Wassertank und durch dessen Entlüftung (das kleine Loch, wo der Gasschlauch am Entwickler befestigt ist) weiter durch den schwarzen Schlauch.
Nun zum Zusammenbauen: Erst das Gewinde des mittleren Teils mit Klebstoff einstreichen und den oberen Teil draufschrauben. Dabei nur soviel anziehen, dass die Löcher für Wasserspindel und Metallrohr übereinstimmen. Danach den unteren Drittel des Metallröhrchens (ca. 3 cm) mit Klebstoff behandeln und montieren. Achte darauf, dass die Entlüftung des Wassertankes nicht mit Leim verstopft wird. Dann die Wasserspindel einschrauben. Eventuell müssen jetzt die Teile 3 und 4 noch etwas gedreht werden, damit die Wasserspindel nicht klemmt.
2






28.04.2004 21:24

 

speleo