| Industriehelme oder Bauhelme
werden gerne verwendet in der Höhlenforschung. Sie sind kostengünstig
in der Anschaffung, leicht zu beschaffen, meist im Gewicht sehr leicht,
verfügen über eine Dachrinne und ein Schild und die Montagen
von Lampen ist sehr einfach.
Industriehelme sind geeignet als Schutz gegen herunterfallende
Gegenstände. Sie sind aber ungeeignet als Sturzhelme. Dies ist für
den Gebrauch in der Höhlenforschung ein entscheidender Sicherheitsmangel.
Mit wenigen Ergänzungen kann die Sicherheit wesentlich
verbessert werden:
Nur geprüfte Helme verwenden mit Zulassung als 'Schutzhelm'.
Eine gute Bänderung montieren um ein Verlieren und verrutschen während
eines Sturzes zu verhindern. Montage z.B. mit Ledernieten, dabei ist zu
beachten dass die Bänder nicht an den Ohren scheuern!
Zur Dämpfung eines seitlichen Aufpralles ist ein Polster rundherum
innen um den Helmrand aus einem geschlossenporigen Schaumstoff (Moosgummi)
zu befestigen. Die Montage ist möglich durch einkleben mit Kontaktkleber
nach aufrauhen der Stellen im Helm. Auch eine Befestigung mittels 2mm
Nylonschnüren ist eine Alternative.
Wenn auch ein solch ausgerüsteter Helm kaum mit den Werten eines
sehr guten Kletterhelms konkurrieren kann, ist die Sicherheit doch wesentlich
verbessert.
Betrachtet man die Konstruktion eines durchschnittlichen Kletterhelms
und bezieht die Beeinträchtigungen der nötigen Lampenaufbauten
ein, so dürfte die Industriehelmvariante kaum schlechter abschneiden,
falls es zu einer Prüfung käme.
Bänderungen sind im Speläohandel erhältlich.
z.B. bei Thomas Arbenz.
Schaumgummi geschlossenporig (Moosgummi)ist in Geschäften
für Kunststoffartikel in verschiedenen Grössen und Dicken erhältlich.
Die Dicke sollte mindestens 10mm betragen.
z.B. Plastic-Haus AG , Semadeni usw.
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